Mein Weg nach RIO – Teil 6


Veröffentlicht am 31 Mrz 2016, von Hanne Brenner in SCHREIBBLOG. Keine Kommentare

Nun möchte ich zu dem kommen, weshalb ich diese Beschreibung meines Weges, der im besten Falle nach Rio führt, begonnen habe.
Ich möchte Euch von unserer täglichen Arbeit, den Highlights und den Ernüchterungen erzählen. Und vor allem von den Herausforderungen der letzten Wochen. Der Plan war, im März zu unserem ersten Kaderlehrgang nach Warendorf zu fahren, um dort unsere Pferde nach der Winterarbeit vorzustellen und eine Einschätzung von der Teamleitung zu bekommen.
Wie Ihr ja schon festgestellt habt, mussten wir uns wohl oder übel entscheiden, welche Pferde wir mitnehmen wollen bzw. können. Wir haben uns wirklich bemüht, irgendwie einen LKW zu finden, der zwei Pferde laden und dann noch zwei Pferde ziehen kann. Hört sich gar nicht so schwierig an, ist es aber! Damit ich den LKW selbst fahren kann, brauche ich ein Automatikgetriebe. Dorte und ich haben beide keinen LKW-Führerschein. Es kann also nur ein LKW mit höchstens 7,5 Tonnen Gesamtgewicht sein. Und dann muss er noch in akzeptablen Zustand und nicht komplett untermotorisiert sein. Wenn dann schon LKW ins Haus kommt, dann sollte er auch ein kleines Abteil zum Sitzen bzw. Liegen haben… Alles klar? Jaaaa- das gibt es!
Allerdings fast nur in neu und nie unter 50.000 Euro! Also ereilte uns die Erkenntnis, dass das nicht geht.
OK, was nun?
Es gibt Pferdehänger, die drei Pferde transportieren können. Und genau so einen haben wir uns nun bei Herrn Ebner angelacht. Wow. Ist der groß! Weiteres kann ich noch nicht sagen, da wir ihn noch nicht mit unseren Pferden gefahren haben. Bericht folgt.
Dafür müssen wir unseren eineinhalb Jahre alten, kaum gebrauchten Big Champion von Böckmann verkaufen. Wer Interesse hat, bitte melden. Ist echt wie neu, aber nur für zwei (große) Pferde… Wir also auf dem besten Weg nach WAF – dachten wir!
Doch da wurde Dorte krank. Richtig krank!
Es hatte sie voll erwischt und sie konnte so gut wie nichts mehr machen. Schon kleinste Anstrengungen waren nicht möglich. Wie wir inzwischen wissen, hatte sie gleich eine zweifache Vireninfektion. Das war kurz vor dem Lehrgang. Dann kam noch hinzu, dass ich Probleme mit meinem Arm und meinem Kreuz hatte und wir bekamen Dispens für diesen Lehrgang. Das war unter diesen Umständen die beste Entscheidung, auch wenn wir es total schade fanden, unsere tollen Pferde nicht zeigen zu können!
Immerhin war ich nun für einige Zeit wirklich gefordert und habe versucht, so oft wie möglich, drei Pferde zu reiten. Und ich muss sagen, ich habe es an den meisten Tagen auch geschafft. Was haben wir für tolle Pferde, die so super mitgemacht haben! Und was haben wir für tolle Menschen um uns, die uns in dieser Zeit unter die Arme gegriffen haben und es immer noch tun! Danke!
Nun befindet sich Dorte auf dem Weg der Besserung und wir sehen wieder Licht am Horizont! Jetzt bereiten wir uns auf den nächsten Lehrgang im April vor und werden vorher noch ein bisschen Turnierluft schnuppern. Mit Ollie würde ich gern eine M reiten. Sie ist unverändert super drauf und freut sich schon darauf, endlich wieder „unter die Pferde zu kommen“. Gerade das erste Turnier im Jahr ist für sie immer besonders toll. Sie genießt es in vollen Zügen, das sieht man ihr total an. Kiwi wird mit mir noch die eine oder andere L-Dressur gehen. Wir müssen noch gerade auf den Turnieren Routine entwickeln, damit wir zusammen wirklich das zeigen können, was in uns steckt. Aber ich bin echt glücklich, wie wir miteinander arbeiten können und wie sich Kiwi nochmal über Winter entwickelt hat. Er ist richtig viel Pferd geworden und bekommt immer mehr Spaß an seinen eigenen Bewegungen.
Und mit Lissy wachse ich immer mehr zusammen. Sie versteht meine manchmal etwas verschwommenen Hilfen jeden Tag etwas besser und sie will immer alles richtig machen. Inzwischen bekommt sie mehr und mehr die Kraft, ihren tollen Schwung durch den Körper fließen zu lassen. So wird der Trab zum reinen Sitz- und (wie man mir manchmal sagt) und Sehvergnügen! Sie ist schon wirklich ein süßes Pferd. Im Gesicht sieht sie immer noch aus wie ein Fohlen. Sie hat noch nichts Schlechtes erlebt und ist voller Vertrauen dem Menschen gegenüber. Und trotzdem ist sie manchmal ein kleines, rotes Biest J. Dorte sagt, wenn sie ein Mädchen wäre, hätte sie rote, geflochtene Haare, Sommersprossen und einen fehlenden Zahn. Und sie würde frech grinsen.
Mit Lissy möchte ich gern in die Dressurpferde L Klasse einsteigen. Mal sehen, wohin uns das führt J. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!
Tja und dann hatten wir Weihnachten im März! Wir sind so froh und stolz, mit „Esperado“ eine Firma an unserer Seite zu haben, die uns und unsere Pferde ausstattet und die vor allem richtig tolle, tragbare! Sachen haben, die eine super Qualität haben. Wir kennen Esperado schon von einem Turnier im Saarland, wo wir ein Halfter mit Strick und eine Schabracke gewonnen haben. Schon damals gefiel uns das Design und wir waren begeistert von dem „pferdegerechten“ Halfter und dem „handgerechten“ Strick! Endlich mal Sachen, die von Pferdeleuten gemacht wurden! Schaut Euch mal an, was sie so haben! Ihr werdet begeistert sein! www.esperado.de
Ob Ihr es glaubt oder nicht, dort gibt es sogar auch tausend Tücher, Schals und Loops und Socken! Ja, Ihr habt richtig gelesen! Socken! Und Strümpfe! Und die sind toll!!! Sehen zudem noch super aus mit Reithosen!
Macht´s gut und tschüs!
Eure Hanne




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