Fabiola


Veröffentlicht am 24 Okt 2012, von Hanne Brenner in Meine Pferde. Kommentare deaktiviert für Fabiola

 …mein Traumpferd, und das wird es auch immer bleiben.
Auf Fabiola habe ich zum ersten Mal gespürt, was Dressurreiten wirklich bedeutet. Wir wurden zu einer Einheit und konnten uns mental verständigen.

Rasse: Oldenburger-Fuchsstute
Abstammung: Argentinus-Tochter aus der Espri von Fahnenträger II / Matador
Jahrgang: 1995

Fabiola kam im Mai 2002 zu mir und änderte mein Leben. Zumindest mein Reiterleben. Sie wurde mir von der Kampmann GmbH zur Verfügung gestellt und war das erste gesponserte Pferd in unserem Sport. Ich war überglücklich, dass ausgerechnet ich das große Glück hatte, so ein Pferd reiten zu können. Ein Pferd, das in jeder Hinsicht ideal für den Behindertenreitsport ist. Sie war ausgeglichen, selbstbewusst, intelligent und fleißig. Ihr regelmäßiger, großer Schwung erleichterte mir meine Aufrichtung und die Oberkörperspannung.

Ich hatte 2 1/2 sehr schöne Jahre mit diesem – meinem Traumpferd.
Wir lernten sehr viel voneinander und unsere Bindung wurde jeden Tag ein bisschen enger. Ich habe mich jeden Tag auf dieses Pferd gefreut. Nicht nur auf das Reiten, sondern auf das Zusammensein mit ihr. Sie war etwas ganz Besonderes und ich glaube, dass sie sehr glücklich war bei und mit mir. Auf Fabiola habe ich zum ersten Mal gespürt, was Dressurreiten wirklich bedeutet. Wir wurden zu einer Einheit und konnten uns mental verständigen. Die Hilfen wurden immer feiner und das Reiten dadurch immer schöner. 
Zusammen sind wir Europa- und Vizeweltmeister geworden und mehrfache Deutsche Meister. Mit ihr konnte ich meine ersten M-Dressuren in meinem Leben reiten und auch einige gewinnen. Das war für mich ein echter Quantensprung!
Leider war das Ende dieses Sponsorings sehr unschön und sehr schlimm für mich. Die Eheleute Kampmann haben Fabiola direkt nach ihrer Ankunft von den Paralympics in Athen zu sich geholt. Sie hatten es mir bereits angekündigt, als Fabiola bei den Paralympics in Athen krank wurde. Die „Teamprüfung“ konnten Fabi und ich noch haushoch gewinnen, danach war ein Start nicht mehr möglich. Somit gingen die in uns gesetzten Medaillenhoffnungen nicht in Erfüllung.
Emotional hat mich die Trennung von Fabiola deshalb so schwer getroffen, weil ich nicht wusste, was mit ihr passieren würde. Sie war so besonders, so sensibel! Leider konnte ich sie damals nicht bezahlen, so dass ich keinen Einfluss mehr auf ihr zukünftiges Leben hatte. Ich weiß nicht, wie es mit ihr weiterging…

 fabiola





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