Paralympics-Reiterin bereitet sich auf Rio vor


Veröffentlicht am 7 Apr 2016, von Hanne Brenner in Portrait. Keine Kommentare

Hanne Brenner aus Wachenheim und ihre „Olle“ könnten ein weiteres erfolgreiches Kapitel aufschlagen. Hanne Brenner, Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin im Behinderten-Sportreiten, hat vier Pferde im Stall ihrer Trainerin Dorte Christensen in Wachenheim stehen, wo sie auch wohnhaft ist. Wenn man sie so reden und schwärmen hört, wird deutlich, dass jeder Vierbeiner eine Persönlichkeit ist – mit speziellen Stärken, Schwächen, Vorlieben und Bedürfnissen. So auch „Women of The World“, nur liebevoll „Olle“ genannt. „Olle“ ist das Pferd, das nicht nur ihr Leben verändert hat, sondern mit dem sie in den letzten zehn Jahren von Erfolg zu Erfolg geritten ist. Die „Olle“ hat nicht nur ihr Leben verändert, sondern auch Einfluss genommen auf das, was war und auf das, was noch kommt. Besonders nach der körperlichen Behinderung der einseitigen Vielseitigkeitsreiterin. Nicht nur im sportlichen Sinne. „Olle“ ist nicht nur das erfolgreichste Para-Dressur-Pferd der Welt und disziplinübergreifend das erfolgreichste Sportpferd auf dem Globus, wenn man sämtliche Einzelerfolge aus Championaten sieht. Die Geschichte der „Olle“ ist so einzigartig, wie die Stute selbst. Für Hanne BRenner grenzt es gar an ein Wunder, dass die beiden sich gefunden haben. Seit 10 Jahren ist die Stute nun bei ihr. Hanne Brenner ist überzeugt davon, dass ihre Karriere mit der Ollen wohl nicht so lange andauern würde und so erfolgreich wäre, wenn Dorte Christensen nicht in das gemeinsame Leben getreten wäre. Das Herz der Trainerin gehört vor allem den Pferden und so muss man als Reiter vor allem lernen, sein Pferd richtig zu „bedienen“. „Niemals hätte ich vor Jahren gedacht, dass ich mal „S“ reiten würde. Ich wage zu behaupten, dass es ohne Dorte auch nie dazu gekommen wäre.“ Dorte Christensen begleitet Reiter und Pferd einfach jeden Schritt in der Ausbildung. Dadurch bekommt man die Sicherheit, dies auch in das Viereck transportieren zu können. Kompromisse, womöglich auf Kosten des Pferdes, gibt es nicht. Die Bedürfnisse eines jeden Pferdes stehen im Vordergrund. „Nur so ist es zu erklären, dass die „Olle“ mit ihren inzwischen 21 Jahren so gut drauf ist wie noch nie“, so Hanne Brenner. Doch für Rio schon etwas zu alt angesichts der Reisestrapazen? Zusammen mit ihrer Trainerin sollte das Pferd bis zu den Weltreiterspielen in Caen 2014 die Nummer 1 im Stall bleiben und ab 2015 „Kawango“ als nächstes Pferd in der Reihenfolge seine erste Championatserfahrung bei der Europameisterschaft in Deauville sammeln. „Kawango“ hatte sich im Frühjahr verletzt und die „Olle“ musste auch die EM bestreiten. Und das tat die Stute in grandioser Manier. Es ist für Hanne BRenner nicht einfach zu beschreiben, was mit ihrer „Ollen“ dann passiert. Die Stute liebt es unterwegs zu sein. Grundsätzlich und besonders eben auf „großer Fahrt“ zu den jeweiligen Wettbewerben. Die taffe „Olle“ ist in den letzten Jahren nicht einen Tag ausgefallen. Reicht es noch einmal für die große Reise zu den Paralypics nach Rio? Pferdekenner und alle, die die „Olle“ alias „Women of The World“ kennen, halten dies nicht für unmöglich. Für Hanne Brenner kein unbedingtes Muss, hat sie doch noch drei weitere Vierbeiner im Stall und ihrem sportlichen Leben bisher schon mehr erreicht, als sie sich nach ihrem Schicksalstag in den kühnsten Träumen zu erhoffen wagte.

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